KTW Technology erhält EIFEL Award

Auszeichnung als als innovatives Start-up aus der Eifel

In der Erlebniswelt Grubenfeld in Mayen wurde der diesjährige EIFEL Award an 20 Unternehmerinnen  und Unternehmer verliehen, die mit neuen Ideen und Gründungen den Standort Eifel stärken. Mit  ausgezeichnet wurde das in der Verbandsgemeinde Brohltal ansässige Unternehmen KTW Technology GmbH, welches ihren Firmensitz in Wehr hat.

Wolfgang Teichmann und Norbert Kreyer von KTW Technology nahmen die Auszeichnung mit Stolz entgegen. Eine tolle Anerkennung für das noch junge Unternehmen mit Erfindergeist und  Innovationskraft. Bürgermeister Johannes Bell und Wirtschaftsförderer Peter Engels gratulieren dem  erfolgreichen Unternehmen und freuen sich, ein weltweit tätiges Unternehmen im Brohltal ansässig  zu haben. 

Die Zukunftsinitiative (ZI) EIFEL hat den EIFEL Awards ausgelobt. Bis Ende Juli konnten sich in der Eifel  ansässige Start-ups mit ihren Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen bewerben. Die Gründung  entweder als Firma oder Einzelunternehmer durfte nicht länger als fünf Jahre zurückliegen und musste  bereits Wachstum aufweisen: allein das schon handfeste Kriterien, die für eine nachhaltige Qualität  stehen. 

KTW Technology entwickelt Innovationen aus der Luft- und Raumfahrt, die in breite  Anwendungsbereiche der Industrie transferiert werden. Kunden nutzen die Innovationen um sich  einen Wettbewerbsvorteil zu generieren. Dabei spielen oft die Themen Prozess-Sicherheit, Gewicht,  Effizienz, Ressourceneinsparung und Zuverlässigkeit eine Rolle. 

Drei Top-Ingenieure und ein erfahrener Kaufmann sind die Gesellschafter der KTW Technology GmbH,  welche die bestehenden Geschäftsfelder neuformiert und erweitert haben. Dieses Quartett vereint  deutsche Ingenieurskunst auf höchstem Niveau und internationales Management-Wissen aus  verschiedenen Branchen. Mit weit über 120 Jahren Erfahrung führen die innovativen Lösungen zu  neuen Maßstäben in der High- Tech Industrie. Die Expertise beginnt bei der Herstellung und  Vermarktung von Echtzeit-Ventilen und Hochvakuum-Laser-Schweißanlagen. Das Unternehmen hat in 

beiden Bereichen ein Alleinstellungsmerkmal im Markt. Ausgeprägte Entwicklungskompetenzen  bestehen zudem in der Bauteilentwicklung für die Luftfahrt, dem Motorrennsport und der  Medizintechnik, insbesondere in der Entwicklung und Erprobung faserverstärktem Titan (Titan Matrix  Composite). 

Diese Technologie wird seit Bestehen der Firma auf Basis eigener Patente erfolgreich vermarktet. In  dem Geschäftsbereich Motoren Technologie verfügt KTW über entsprechende Meßtechnik (Motoren Prüfstand) und eine weitentwickelte Analytik. Die KTW Technology GmbH sieht ihren Anspruch in der  Weiterentwicklung von schwierigen Prozesstechniken zur Herstellung von Werkstoffen, Bauteilen und  Systemen, die selbst höchsten Beanspruchungen standhalten. Zu diesem Zweck hat sich das  Unternehmen zum Hersteller von industriellen Anlagen und Systemen weiterentwickelt und sich einen  Namen gemacht. Diese Anlagen und Systeme werden im In- und Ausland vertrieben. 

„Die Jury hatte keine leichte Aufgabe bei der Auswahl“, betonte ZI-Präsident Günter Rosenke, Landrat  des Kreises Euskirchen, angesichts des hohen Niveaus der eingereichten Bewerbungen. „Man denkt  oft, dass innovative Start-ups in Ballungsräume gehören, aber es zeigt sich bei uns in der Eifel: Sie  passen perfekt aufs Land!“ Der EIFEL Award und seine Verleihung seien seit Jahren ein echter  Höhepunkt für die Zukunftsinitiative, denn die Auszeichnung präsentiere „geballte Eifel-Kompetenz“. 

Rosenke dankte den Bewerberinnen und Bewerbern für ihre Bereitschaft, sich gerade in der  Gründungsphase dem regionsweiten Wettbewerb zu stellen: „Denn Sie sind damit Vorbild und  Motivation auch für andere.“ Man habe mit dem Award Großes vor: „Es geht uns darum, möglichst  viele mit ins Boot zu nehmen. Wenn wir Werbung füreinander machen und die hier vertretenen  Spitzenleistungen kommunizieren, dann profitieren alle davon.“ Der Preis strahle auch in die breite  Öffentlichkeit aus. 

ZI-Präsident Günter Rosenke, Landrat des Kreises Euskirchen, und Dr. Alexander Saftig, Landrat von  Mayen-Koblenz, übergaben, gemeinsam mit Moderatorin Katrin Wolf, den EIFEL Award an die zwanzig  Gewinner. „Eigentlich gibt es bei dem Wettbewerb ja nur Sieger“, räumte sie ein. Die von der  Staatlichen Glasfachschule in Rheinbach unter Federführung von Georg Linden gestalteten Trophäen  gehen in diesem Jahr an Kreative, „die in besonderem Maße Botschafter der Eifel sind und die Frage,  was die Region vom Award hat, auch mit Dingen beantworten, die über betriebswirtschaftliche  Kennzahlen hinausgehen“.  

In der Tat zählen zu den Preisträgern neue Unternehmen und Freiberufler, bei deren Innovationen es  um Lebensqualität für Private wie Gewerbetreibende geht. Die Gewinner sind zum Beispiel in den  Bereichen Gesundheit, Tourismus, Kultur oder Erzeugung und Vermarktung ökologischer regionaler  Lebensmittel engagiert. Sie unterstützen mit ihren Erfindungen die gemeinwohlorientierte Share 

Economy oder öffentliche Einrichtungen wie Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste. Sie bieten  anderen Akteuren clevere IT- oder Marketinglösungen oder konkrete Techniken für den  Ressourcenschutz.  

Nach der Preisvergabe wurde beim Flying Dinner und mit musikalischer Begleitung von Jürgen Hallfell  ausgiebig die Gelegenheit zum Austausch genutzt, denn Networking ist ein wichtiger Baustein zur  Stärkung der Marke Eifel. Landrat Dr. Saftig betonte unterdessen auch die Rolle der Zukunftsinitiative Eifel, die er als „Schicksalsgemeinschaft“ und als starken kommunalen Zusammenhalt jenseits von  Kirchturmdenken beschrieb.  

Die ZI Eifel mit Günter Rosenke als Vorsitzendem des Präsidiums vereint seit 2005 unter dem Motto  „Gemeinschaft gestaltet Lebenswelten“ Akteure aus zwei Nationen, zwei Bundesländern und neun  Landkreisen. Ihr gehören zudem Verbandsgemeinden, Industrie- und Handelskammern,  Handwerkskammern sowie Landwirtschaftsverbände an.  

(Text: Eifel Tourismus (ET) GmbH, KTW Technology GmbH, VG Brohltal)

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